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TYPO3 CMS 6.2 LTS alpha2 ist verfügbar

Im Mai wurde die Entwicklung rund um TYPO3 CMS 6.2 LTS angestoßen, nun ist mittlerweile die alpha2 veröffentlicht worden.

Seit der alpha1 aus dem Juni sind die Entwicklungen rund um die 6.2er Version stark voran geschritten. Die hauptsächlichen Veränderungen am TYPO3 CMS gibt es hier im Überblick:

  • Das Install Tool wurde komplett überarbeitet
  • t3lib wurde komplett entfernt
  • Extbase kann nun rekursive Validation
  • Die Logging API ist jetzt vollständig PSR-3 compliant
  • Die separaten ts_* Extensions sind in eine zusammengefügt worden
  • Es gibt Drag&drop für Dateien bei dem File-Upload
  • Eine neue „System“ group wurde in das Module-Menü eingefügt
  • Die Backend Autentifizierung setzt nun per default auf „saltedpassword“

Ausführliche Erläuterungen zu allen wichtigen Neuerungen gibt es bei der entsprechenden offiziellen Newsmeldung. Der Download wie immer offiziell auf typo3.org möglich.

TYPO3 6.2 LTS Entwicklung beginnt

Das TYPO3 Team hat kürzlich mit der Entwicklung des nächsten LTS-Releases von TYPO3 begonnen. LTS steht für Long Term Support und beschreibt eine TYPO3 Version, die besonders lange Unterstützung erfährt (wie das Wort schon sagt). Diese Version wird voraussichtlich im Oktober 2013 veröffentlicht und drei Jahre lang unterstützt, also bis Oktober 2016. Die neue TYPO3 6.2 LTS Version wird das bisherige LTS-Release 4.5 ablösen, welches noch bis Oktober 2014 supported wird.

Die Ziele der Entwickler für TYPO3 6.2 LTS sind

  • Einfache und problemlose Migration von der alten Version
  • Freude für den Nutzer
  • Stabilität, Robustheit und Sicherheit
  • Moderne Technologien und Interoperabilität

Für den zukünftigen Wechsel von 4.5 LTS zu 6.2 LTS  geben die Entwickler bereits jetzt einen kleinen Ausblick, da sie um die starke Verbreitung dieser Version wissen:

  • PHP Support: 5.3 (höher als 5.3.7) and 5.4
  • Upgrade Check Extension: Auf 4.5 installieren und schauen was bei einem Upgrade auf 6.2 LTS schief gehen kann
  • Kompatibilität der Extensions: Auf 6.2 installieren und über eine Emulation die 4.5 Funktionalität nutzen (um alte 4.5 Extension auf 6.2 laufen zu lassen)
  • Ggf. wird es ein PHP Code Migration Tool geben, um die Extension upzugraden

Man darf also gespannt sein. Das Entwicklerteam sucht auch noch Verstärkung – wer also 6.2 LTS mitsupporten will, soll sich melden. Wie es so schön heißt: Every helping hand is welcome!

Veröffentlichung des Internetauftritts

Aus technischer Sicht spricht nichts gegen eine baldige Veröffentlichung der Seiten im Internet. Das umschließende Grundgerüst ist komplett fertig gestellt und wartet bereits auf den produktiven Einsatz. Das Fehlen der Inhalte verzögert dieses Vorhaben jedoch. Sobald die von der Firma zu fertigenden Inhalte nachgeliefert sind, wird möglichst schnell ein Termin für den Launch der Internetpräsenz zu finden sein.

Meta-Tags in TYPO3

Für TYPO3 existiert eine Extension namens „Meta tags, extended“, die für das Hinzufügen der Meta-Tags zu einer jeden Seite verwendet werden kann. Dem System zuvor bekannt gemacht und folgendermaßen konfiguriert ist die gesamte Präsenz optimal beschrieben. Da Meta-Tags, wie soeben geklärt, in sehr engem Zusammenhang mit den tatsächlichen Inhalten der Seiten stehen und diese noch nicht bereitgestellt wurden, ist dieser Teilabschnitt als rein technische Beschreibung für das Content Management System zu verstehen und geht nicht auf die Entwicklung spezieller Schlüsselworte ein.

Constants:

plugin.meta >
plugin.meta {
description =
keywords =
robots =
copyright =
email =
author =
language =
distribution =
rating =
revisit =
includeGlobal = 0
}

Als Konstanten werden in TYPO3 verschiedene Werte festgelegt, die von ihrer Bezeichnung her exakt den spezifizierten (X)HTML-Vorgaben für das Meta-Tag-Format entsprechen und für ihre Äquivalente in dem generierten XHTML-Code eingesetzt werden. Es können so bspw. eine Kurzbeschreibung der Seiten, spezielle Schlüsselwörter, Sprachversion und Hin-weise auf den Autor oder das Copyright angegeben werden, die für alle Seiten der Präsenz übergreifend gelten.

Setup:

plugin.meta.global.description =
plugin.meta.global.keywords =
plugin.meta.flags.useSecondaryDescKey = 1
plugin.meta.flags.alwaysGlobalDescription = 0
plugin.meta.flags.alwaysGlobalKeywords = 0
plugin.meta.flags.DC = 0
# Mit dem Setzen auf den Wert 0, werden doppelte Metatags vermieden.
page.headerData.999 < plugin.meta

Das Setup der Meta-Tags fügt die Angaben der zu generierenden Seite letztenendlich zu. Dafür wird der Inhalt in den Head-Bereich des PAGE-Objekts kopiert. Auffällig ist die Doppelung des Feldes „Description“ und „Keywords“. Die global geltenden Kurzbeschreibung und die Schlüsselwörter können per Konstantendeklaration gesetzt werden oder alternativ direkt im Setup festgelegt werden (die vorletzte Anweisung ver-hindert, dass die Meta-Tags doppelt generiert werden). Des Weiteren werden drei Werte gesetzt. Die Anweisungen führen dazu, dass im Normalfall die hier definierten Beschreibungen für die Meta-Tags verwendet werden, es sei denn für spezielle Seiten werden anderweitige Informationen über das Seiten-Modul festgelegt. In diesem Fall werden die Angaben der Unterseite verwendet, sonst die global gültigen Definitionen.

Domainwahl

Bei einer Domain handelt es sich im üblichen Wortgebrauch um die Internetadresse einer Website. Genauer betrachtet steht hinter jeder Internetadresse eine mehrstellige Zahlenfolge (IP genannt), die von dem DNS-Dienst des Internets (Domain Name Server) aufgelöst wird und eindeutig einer IP zuzuordnen ist. Das System der DNS dient der besseren Einprägung der Adressen, da sich Buchstabenfolgen bzw. Wörter in der Regel besser merken lassen als bloße Zahlenfolgen. Ein Domainname besteht vereinfacht dargestellt aus dem frei wählbaren Namen und dem TLD-Zusatz (Top Level Domain, z.B. „.de“ für Deutschland oder „.com“ für kommerzielle Zwecke). Die Problematik bei der Domainwahl besteht darin, dass jede Domain nur einmal vergeben wird und aktuell nur noch sehr wenige sinnvolle Namen verfügbar sind. Eine gut gewählte Domain kann den Bekanntheitsgrad steigern und gilt als Aushängeschild des Auftritts.

Für den Internetauftritt der nordEnergie AG existiert bereits eine Internetadresse. Die Wahl ist bei Gründung der Firma auf www.nordenergieag.de gefallen und die Adresse ist bereits auf Visitenkarten, Plakaten und sonstigen Drucksachen verewigt. Ebenso wird von den entsprechenden E-Mail-Adressen Gebrauch gemacht. Das Mitführen der Rechtsform im Domainnamen ist allerdings problembehaftet. Zwar entspricht die Internetadresse exakt dem Firmennamen, doch ist die Praktik den Zusatz von „AG“ anzugeben nicht weit verbreitet und wird so im Web nicht angewandt (die „Deutsche Bank“ oder „Die Bahn“ führen „AG“ schließlich auch nicht in ihrer Internetadresse mit). Die Adresse ist dadurch nicht auf den ersten Blick der Firma zuzuordnen. Es empfiehlt sich, zusätzlich zu der bestehenden Domain, die eindeutige105 und einprägsamere Variante „www.nordenergie.de“ zu reservieren. Eine Weiterleitung ist einzurichten. Somit kann außerdem verhindert werden, dass z.B. ein Mitanbieter sich die Adresse sichert und andere Inhalte dort hinterlegt.

Einpflegen der Inhalte in TYPO3

Für die Gestaltung der Inhalte existieren in TYPO3 bereits in der Standardinstallation umfangreiche Möglichkeiten. Aus verschiedenen Seiteninhaltstypen kann gewählt werden. Dazu gehören bspw. reine Textfelder, Texte mit einer frei wählbaren Anzahl von Bildern (samt Positionierung), Formulare, Tabellen, Auflistungen oder multimediale Inhalte . Durch die Extension „CSS styled Content“, welche die Inhaltselemente mit CSS-Formatierung verknüpft, wird dem Administrator die Möglichkeit gegeben alle Module nach eigenen Ansprüchen übergreifend und konsistent zu gestalten.

Das Einfügen neuer Inhaltstypen ist leicht und schnell erledigt. Ein spezielles TYPO3-Modul steht dafür zur Verfügung, welches wie ein Assistent funktioniert und von dem bearbeiten-den Redakteur alle notwendigen Daten abfragt. Es können beliebig viele, unterschiedliche Module für eine Seite festgelegt werden. Die Reihenfolge der Inhaltsobjekte kann auch im Nachhinein verändert und verschoben werden.

Jedes Seitenelement kann mit einer Überschrift versehen werden, die den im Style Sheet definiertem Aussehen entspricht. Nach diesem Prinzip funktioniert die gesamte Textformatierung in TYPO3. Des Weiteren stehen für den Inhaltstyp allgemeine Optionen zur Verfügung, die es z.B. ermöglichen das Element zu verstecken, einen Veröffentlichungstermin oder –zeitraum festzulegen und die Seite nur ausgewählten Benutzern bzw. Benutzergruppen zugänglich zu machen . Besonders komfortabel ist das Editieren von Texten unter Verwendung des Internet Explorers, da TYPO3 für diesen Browser standardmäßig einen „Rich Text Editor“ (kurz RTE) anbietet. Mit Hilfe dieses Editors kann der Redakteur in Anlehnung an die Bedienungsweisen einer Textverarbeitung wie z.B. „Word“ den Content erstellen, gliedern und formatieren. Durch diese praktische Funktionalität sind keine Vorkenntnisse von HTML o.ä. notwendig, um die Seiten zu warten.

Für das Einpflegen von Inhalten können in TYPO3 verschiedene Rollen vergeben werden. Für Mitarbeiter mit unterschiedlichen Kompetenzbereichen können Benutzer mit dementsprechend konfigurierten Zugriffs- und Schreibrechten eingerichtet werden, so dass ein Mitarbeiter ausschließlich in seinem Bereich tätig sein kann. Die übrigen Seitenteile sowie administrativen Funktionen werden für ihn dann komplett ausgeblendet. Die ihm zugeordneten Bereiche sind frei skalierbar. Ebenfalls können Restriktionen festgelegt werden, was das Anlegen und Weiterverarbeiten von neuen oder bestehenden Seiten belangt. Ein Benutzer kann dann bspw. eine Seite zwar verändern, jedoch nicht löschen oder neue hinzufügen. Dadurch ist optimal gewährleistet, dass der zukünftige Redakteur nicht überfordert, sondern ein auf ihn speziell abgestimmtes und passendes Angebot zusammengestellt wird. Des Weiteren ist eine intuitive Bearbeitung der Inhalte durch das sogenannte „Frontend-Editing“ möglich. Dieser Begriff beschreibt die Funktionalität, dass ein Redakteur direkt in dem Internetauftritt Änderungen an den Inhalten vornehmen kann ohne über das Backend zu agieren. Veränderbare Bereiche werden durch ein nebenste-hendes Stift-Symbol angezeigt. Durch die Auswahl dieser Edit-Funktion wird in den Bearbeitungsmodus gewechselt, der dem Redakteur bereits bekannt ist.

Da während der Bearbeitung der Diplomarbeit noch keine vollständigen Texte für die Inter-netseite bereitgestellt werden konnten, wurde der textuelle Bereich mit Blindtext zur besseren Veranschaulichung aufgefüllt und die sonstigen contentrelevanten Elemente prototypisch angelegt. Bis zum Launch der Internetpräsenz sind die Inhalte durch die Firma selbstverständlich zu ergänzen.

Wartbarkeit/Pflege des Auftritts

Die Pflege einer Internetseite ist essenziell, um sie für den Besucher interessant und aktuell zu halten. So können regelmäßige Aufrufe erreicht werden. Elementar wichtig hierbei ist, dass das Aktualisieren, das Ändern, das Einfügen und das Erweitern von Inhalten etc. von Mitarbeitern der nordEnergie AG übernommen werden kann, die über keinerlei HTML- oder anderweitige Programmierungskenntnisse verfügen.

Der Internetauftritt wird durch den Einsatz eines Content Management Systems wie TYPO3 sehr simpel zu warten sein. Die oben aufgestellte Forderung deckt sich optimal mit dem Funktionsumfang des CMS.

Das Publizieren von Inhalten mit TYPO3 erfordert keine Zusatzsoftware. Einzige Vorausset-zung ist ein Internetzugang und der Microsoft Internet Explorer. Somit kann die Seite von überall auf der Welt gepflegt werden. Das Erstellen der neuen Inhalte bzw. die Änderung bestehender Informationen erfolgt über einen „Rich Text Editor“, der an Bedienkonzepte von Standard-Textverarbeitungen wie Microsoft Word angelehnt ist. Mit diesem speziellen Tool können ohne Umgewöhnung, Vorkenntnisse oder langwierige Einarbeitungszeit beispielsweise Texte formatiert, Bilder eingefügt oder Hyperlinks gesetzt werden. Das Aussehen bzw. das Erscheinungsbild des Textes wird immer automatisch den vorher festgelegten Formatvorlagen angepasst und ist ständig konsistent. Das ausgeklügelte Usermanagement kann einzelnen Redakteuren spezielle Rollen und Rechte zuweisen, die ihnen z.B. erlauben, lediglich einen bestimmten Bereich der Internetseite editieren zu dürfen.

Somit erreicht man eine einfache Lösung des Problems der Wartbarkeit des Internetauftritts. Grundsätzlich jeder interessierte Mitarbeiter der nordEnergie AG kann als Redakteur eingesetzt werden und gänzlich ohne kostenintensive Schulung oder Fortbildung Inhalte einpflegen sowie veröffentlichen.

Einführung in den Themenkreis

Die Konzeption und Realisierung eines Internetauftritts passt ideal in das Berufsbild eines jeden Medieninformatikers und sollte problemlos beherrscht werden. Allerdings verlangt gutes Webdesign mehr als das bloße Zusammenfügen der Text- und Bildinformationen mit einer Menüleiste zur Steuerung der Internetseite. An diesem Punkt werden oftmals schwerwiegende Fehler gemacht, die ein Website-Projekt gefährden, wenn nicht sogar im schlimmsten Fall scheitern lassen. Wichtige Schritte und Phasen werden ausgelassen oder nur ungenügend bearbeitet. Der Begriff „Webdesign“ beinhaltet nicht nur den gestalte-rischen Aspekt bei der Erstellung einer Internetpräsenz, sondern sollte als oberster Sammelbegriff für sehr unterschiedliche, doch besonders wichtige Komponenten des Gesamtprozesses verstanden werden: die Diskussion der zukünftigen Nutzer und die Ausrichtung der Strategie der Website auf Selbige, das Design der Informationsarchitektur und der Navigation, die Entwicklung eines Designkonzeptes samt Layout sowie die mediengerechte Komposition der angebotenen Informationen als nutzenbringenden Content für den Betrachter und zu guter Letzt die Verwendung von neuster Technologie bei der Realisierung des Gesamtkonzepts .

Im dem weiten Feld der Webkonzeption ist sehr viel Literatur angesiedelt. Die Qualität streut jedoch stark. Ein besonderes Werk konnte sich allerdings bereits über die Jahre hinweg als Standard durchsetzten und wird, wenn von erfolgreichem Webdesign im obig definierten Sinne die Rede ist, häufig als Erstes zitiert: der Yale Web Style Guide in seiner überarbeiteten und ergänzten Fassung von 1999. Auf diese Basislektüre zum Thema „Ent-wicklung einer Internetpräsenz“ bezieht sich konzeptionell selbst modernste Literatur. Auf diesen praxiserprobten Leitfaden möchte ich mich aus diesem Grund bei der Bearbeitung des Diploms in Auszügen berufen.

Der Web Style Guide schlägt als Grundgerüst für die Entwicklung einer erfolgreichen Internetpräsenz folgende Etappen vor:

  • Konzeption und Planung
  • Entwurf der Informationsarchitektur
  • Site-Design
  • Erstellung der Website
  • Site-Marketing
  • Tracking, Evaluation und Wartung

Die sechs Schritte werden sich in ähnlicher bzw. leicht abgewandelter Form in der Gliede-rung meiner Arbeit wiederfinden, da diese Art der Vorgehensweise logisch zusammengehörige Elemente miteinander eng verknüpft, der Aufbau sehr übersichtlich und leicht nachvollziehbar ist und nach jedem Abschnitt eine ideale Ausgangsposition für die folgende Einheit geboten wird. Trotz des vorangeschrittenen Alters, im Verhältnis betrachtet, für eine im sich ständig weiterentwickelnden Informations- und Internetzeitalters erschienene Veröffentlichung, besteht kein Zweifel an der Aktualität und Anwendbarkeit der Aussagen, welche im Yale Web Style Guide getroffen wurden.

Aus technologischer Sicht wird die finale Umsetzung des zu erarbeitenden Konzepts mit einem Content Management System erfolgen, wie bereits einleitend angesprochen. Bevor im nächsten Punkt die Arbeit in den Stand der Technik eingeordnet werden kann, ist die Klärung der Thematik rund um Content Management Systeme (kurz CMS) nötig.

Allgemein spricht man von einem Content-Management-System von einer Software, welche die komplette Verwaltung des Inhalts (oftmals Content genannt) einer Website oder auch von anderweitigen Informationsangeboten unterstützen kann. Genauer gesagt, versteht man unter einem Content Management System ein System zur Verwaltung und Administration von Inhalten mit der Möglichkeit, verschiedene Redakteure mit unterschiedlichen Nutzer- und Zugriffsrechten einzusetzen. Dabei gilt das Prinzip der strickten Trennung von Design und Inhalt, um eine ständige Konsistenz des kompletten Auftritts zu schaffen (im Gegensatz zu reinem HTML, welches Inhalt und Design in Einem zusammenfasst). Das gesamte Design steht zentralisiert in sogenannten „Templates“ (zu verstehen als Layoutvorlagen) zur Verfügung. Die Inhalte werden organisiert in einer Datenbank abgelegt.
Das System selbst befindet sich auf einem Webserver, der spezielle Voraussetzungen zu erfüllen hat. Da ein CMS nicht rechnergebunden ist, ist der Redakteur komplett unabhängig bei der Bearbeitung der Inhalte. Theoretisch kann die Seite von jedem Rechner der Welt mit Internetanschluss und herkömmlichen Webbrowser gepflegt werden.

Ein Content Management System mit diesen aufgeführten Vorteilen kann also den Umgang und die komplette Wartung der Seite für den Betreiber enorm vereinfachen und selbst den Mitarbeiter ohne spezielle Vorkenntnisse in diesem Bereich zum Webredakteur befördern. Lediglich das Aufsetzen des Systems kann für den Verantwortlichen eine Hürde darstellen, was sich im Einzelnen während der Bearbeitung der Diplomarbeit herausstellen wird.

Zusammensetzen aller Teilelemente in TYPO3

Alle erwähnten Elemente wurden bei der bisherigen Betrachtung in temporären Objekten abgelegt, die in dieser Form nirgends darstellbar sind. Es ist erforderlich, die einzelnen Teile an ihre zugewiesenen Positionen im Layout zu bringen, indem die dafür vorgesehenen Subparts des Templates mit Inhalt gefüllt werden. Den Abschluss bildet das Einfügen des Standard-PAGE-Objektes, welches die Template-Daten zugewiesen bekommt, und für die eigentliche Seitenanzeige zuständig ist.

Constants:

PAGE_TARGET =

Durch diese Konstantenzuweisung wird garantiert, dass alle seiteninternen Links von TYPO3 in demselben aktiven Fenster angezeigt werden.

Setup:

# Main TEMPLATE cObject für den BODY
temp.mainTemplate = TEMPLATE
temp.mainTemplate {

# Das Template cObject referenziert den Inhalt des Auto-Parsers
template =< plugin.tx_automaketemplate_pi1

# Nur der Inhalt zwischen den <body>-TAGS der Vorlage wird beachtet
workOnSubpart = DOCUMENT_BODY

# Ersetze den ###mainnavi### subpart mit der dynamischen Hauptnavigation
subparts.mainnavi < temp.menu_main

# Ersetze den ###headerimage### subpart mit dem Bild aus der Spalte LINKS
subparts.headerimage < styles.content.getLeft

# Ersetze den ###content### subpart mit dem Inhalt der Spalte NORMAL
subparts.content < styles.content.get

# Ersetze den ###locator### subpart mit der Pfadanzeige
subparts.locator < temp.locator

# Ersetze den ###metanavi### subpart mit der Metanavigation für den Seitenkopf
subparts.metanavi < temp.menu_meta

# Ersetze den ###footer### subpart mit der Metanavigation für die Fußzeile
subparts.footer < temp.menu_footer

# Ersetze den ###lightblue_bottom_border### subparts mit den Links Print & Oben
subparts.lightblue_bottom_border < temp.printversion
}

# Head TEMPLATE cObject für den HEAD
temp.headTemplate = TEMPLATE
temp.headTemplate {

# Das Template cObject referenziert den Inhalt des Auto-Parsers
template =< plugin.tx_automaketemplate_pi1

# Nur der Inhalt zwischen den <head>-TAGS der Vorlage wird beachtet
workOnSubpart = DOCUMENT_HEADER
}

# Standard PAGE object
page = PAGE
page.typeNum = 0
# <body>-TAG wird ohne jegliche Angaben gelassen
page.bodyTag = <body>
page.config.language = de
page.config.locale_all = de_DE

# Kopiere den Inhalt aus mainTemplate für den <body>-Bereich in die Seite
page.10 < temp.mainTemplate

# Kopiere den Inhalt aus headTemplate für den <head>-Bereich in den HEAD
page.headerData.10 < temp.headTemplate

Das TypoScript-Listing des abschließenden Setups, welches für das Zusammensetzen und die letztenendliche Generierung der Frontend-Seite zuständig ist, gestaltet sich auf den ersten Blick relativ umfangreich, ist jedoch schnell und einfach nachvollziehbar.
Ein neues TEMPLATE-Objekt mit der Bezeichnung „mainTemplate“ wird angelegt, welches den Inhalt des Auto-parsers, also die XHTML-Designvorlage, referenziert. Lediglich der Be-reich der Vorlage zwischen den Body-Tags wird berücksichtigt. Es wird anschließend begon-nen, die zuvor temporär gespeicherten Elemente (Navigation, Stimmungsbild, Content, Pfadanzeige etc.) in ihre vorgesehene Position (durch Subparts markiert) im Layout einzu-fügen. Derselbe Vorgang wird für den Head-Bereich ebenfalls durchgeführt. Um die Seite nun endgültig darstellbar zu gestalten, benötigt TYPO3 ein PAGE-Objekt, welches in diesem Setup die Bezeichnung „page“ erhält. Der Standardseitentyp wird zugewiesen (typeNum = 0) und der Body-Tag ohne weitere Auszeichnungen gesetzt (TYPO3 erzeugt sonst standard-mäßig eine Seite mit weißem Hintergrund). Die folgenden zwei Zeilen konfigurieren die deutsche Sprachversion des Auftritts. Anschließend wird der Inhalt aus der Variable „mainTemplate“ (die zuvor erschaffenen Seitenelemente) in den Datenteil des darzustel-lenden PAGE-Objektes kopiert. Die Header-Angaben aus „headTemplate“ werden in den Head-Bereich von „page“ eingefügt.

Das Template ist somit vollständig und kann die XHTML-Seite für die Frontend-Darstellung generieren. Alle dynamischen Bereiche wurden durch ihre entsprechenden Elemente substituiert und ergeben mit den statischen Teilen das Gesamterscheinungsbild.

Pfadanzeige als Menü realisiert

Die Pfadanzeige (Breadcrumb) zur leichten Orientierung in der Seitenhierarchie ist vom Prinzip her nichts anderes als ein Menü mit speziellen Eigenschaften.

# Locator-Funktion (Pfadanzeige, rootline)
temp.locator = HMENU
temp.locator {
special = rootline
special.range = 0 | -1
wrap = Sie befinden sich hier:&nbsp;|
1 = TMENU
1 {
NO {
allWrap = | &nbsp;-&nbsp; |*| | &nbsp;-&nbsp; |*| |
stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}
}
}

Ein neues mit „temp.locater“ bezeichnetes HMENU-Objekt vom Spezialtyp „rootline“ bietet die Funktionalität einer anklickbaren Pfadanzeige. Die „range“-Eigenschaft des HMENU-Objekts legt fest, bei welcher Ebene der Pfad beginnen soll.
In diesem Anwendungsfall wird auf obersten Ebene bei Level 0 (Startseite) begonnen und bis zur aktuellen Seite fortgesetzt (-1). Zur besseren Verständlichkeit der Funktion dient der vorangestellte, kurze Erklärungstext (Sie befinden…). Der Pfad selbst ist wiederum ein Text-menü, welches per „allWrap“ und „Optionsplit“ die einzelnen Seitentitel durch ein Minus-zeichen und Leerzeichen optisch voneinander abtrennt.

Aufbau der Metanavigation im Kopf- und Fußbereich

Die Metanavigation wird an zwei bekannten Stellen im Layout platziert. Da die Darstellung leicht variiert, müssen zwei, sich sehr ähnelnde Menüs angelegt werden. Hierfür werden die bereits aus der Hauptnavigation bekannten HMENU- und TMENU-Objekte eingesetzt.

# Metanavigation im KOPF
temp.menu_meta = HMENU
temp.menu_meta.special = list
temp.menu_meta.special.value = 38, 37, 36, 35
temp.menu_meta.1 = TMENU
temp.menu_meta.1.NO {
before = &nbsp;
after = &nbsp; | |*| &nbsp; | |*| &nbsp;
allWrap = <span class="metanavi-no"> | </span>
stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}

# Metanavigation im FOOTER
temp.menu_footer = HMENU
temp.menu_footer.special = list
temp.menu_footer.special.value < temp.menu_meta.special.value
temp.menu_footer.wrap = &copy; nordEnergie AG 2005&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;|
temp.menu_footer.1 = TMENU
temp.menu_footer.1.NO {
after = | |*| | |*| &nbsp;
allWrap = <span class="metanavi-no"> | </span>
stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}

Die Metanavigation ist ein spezielles hierarchisches Menü vom Typ „list“. Dieser Liste können direkt Seiten durch die Angabe der Page-ID der jeweiligen Seiten über „value“ zugeordnet werden. Die vier Zuweisungen von 35 bis 38 entsprechen den Einträgen der Metanavigation Startseite, Kontakt, Impressum und Sitemap. Dem Textmenü im Normalzustand werden über „after“ und „before“ verschiedene Teile voran- und hintergestellt. In diesem Fall werden die zwei Werte verwendet, um Abstände zwischen den Menüeinträgen zu schaffen. Bei „after“ kommt ein „OptionSplit“ zu Einsatz. Der Bereich vor dem ersten |*| gilt für den ersten Eintrag, der darauffolgende für alle „mittleren“ Menüeinträge und der letzte Teil wird für den letzten Menüeintrag angewandt. Alle Einträge erhalten das Aussehen „metanavi-no“. Außerdem wird die XHTML-Konformität weiterhin gewahrt. Die Metanavigation für den Seitenkopf ist unter „temp.menu_meta“ abgelegt.

Für die Anzeige der Metanavigation im Fußbereich werden die Schritte weitestgehend analog durchgeführt. Die Zuweisung der Page-IDs wird aus dem erstangelegten Menü übernommen. Außerdem wird, wie in der Vorlage definiert, ein Copyright-Hinweis der Navigation vorangestellt und der nötige Abstand zwischen diesen beiden Elementen hergestellt. Unter „temp.menu_footer“ wird dieses Menü zwischengespeichert.

Aufbau der Hauptnavigation

Der Aufbau der Navigation in TYPO3 ist simpel und schnell realisiert. Für das Erstellen der Hauptnavigation werden spezielle TypoScript-Objekte vom Typ HMENU und TMENU benö-tigt, die in TYPO3 für hierarchische, textbasierte Menüs verwendet werden. Grafische Navigationen oder Layermenüs wären ebenfalls durch das CMS nutzbar gewesen, sind für diese Art der Navigation jedoch überflüssig.

# Hauptnavigations-Menu 1 cObject - vom Typ HMENU
temp.menu_main = HMENU

# Erste Ebene Menu-Object, textuell
temp.menu_main.1 = TMENU
temp.menu_main.1 {

# Normal-Zustand Eigenschaften
NO.allWrap = <div class="mainnavi-level1-no"> | </div>
NO.stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}

# Zweite Ebene Menu-Object, textuell
temp.menu_main.2 = TMENU
temp.menu_main.2 {

# Normal-Zustand Eigenschaften
NO.allWrap = <div class="mainnavi-level2-no"> | </div>
NO.stdWrap.htmlSpecialChars = 1

# Aktiven Zustand aktivieren und Eigenschaften setzen
ACT = 1
ACT.allWrap = <div class="mainnavi-level2-act"> | </div>
ACT.stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}

temp.menu_main.3 = TMENU
temp.menu_main.3 {

# Normal-Zustand Eigenschaften
NO.allWrap = <div class="mainnavi-level3-no"> | </div>
NO.stdWrap.htmlSpecialChars = 1

# Aktiven Zustand aktivieren und Eigenschaften setzen
ACT = 1
ACT.allWrap = <div class="mainnavi-level3-act"> | </div>
ACT.stdWrap.htmlSpecialChars = 1
}

Erzeugt wird ein mit dem Titel „temp.menu_main“ (frei wählbar) versehenes HMENU-Objekt, welches für „Hierarchisches Menü“ steht und das grundlegende Basisobjekt aller TYPO3-Menüs ist. Für das neue Menüobjekt müssen nun seine Zustände und Ebenen definiert werden. Dafür werden den drei Ebenen drei neue Menü-Objekte von Typ TMENU zugewiesen (Textmenüs) und der jeweilige Normal-Zustand angegeben (abgekürzt mit NO). Zusätzlich kann ein aktives Aussehen, wenn der Menüpunkt aktuell ausgewählt ist, zur erhöhten Orientierung des Besuchers definiert werden (ACT), was für die zweite und dritte Ebene realisiert wurde.

Von dem generellen Prinzip her wird den verschiedenen Zuständen lediglich ein umschlie-ßender Div-Tag zugewiesen. So erhält bspw. der Normalzustand der ersten Ebene durch „allWrap“ die Div-Klasse „mainnavi-level1-no“. Für das Pipesymbol („|“) wird also der Menücode aus dem CMS eingefügt und von den in „allWrap“ stehenden Zeichen umgeben. Das genaue Aussehen dieses Eintrages ist im Style Sheet definiert. So funktioniert die Menüerstellung in allen Fällen. Die „htmlSpecialChars”-Funktion ist für die XHTML-Kompatibilität notwendig, falls Sonderzeichen im Textmenü verwendet werden.

Mit wenigen Zeilen TypoScript ist die gesamte, problemlos erweiterbare Hauptnavigation umgesetzt worden. Das Menü ist komplett dynamisch und bildet die Baumstruktur aus TY-PO3 ab. Wird eine neue Seite hinzugefügt, wird diese Veränderung automatisch in der Frontend-Darstellung eingepflegt. Das gesamte Menü ist in dem Eintrag temp.menu_main bereits angelegt und wird an späterer Stelle der Seite hinzugefügt.

Doctype-Festlegung per TypoScript

TYPO3 erzeugt standardmäßig HTML 4.01 Transitional kompatiblen Quellcode. Über wenige Zeilen TypoScript kann der Dokumententyp (Doctype) wie zuvor festgelegt auf XHTML 1.0 Strict gesetzt werden.

#DOCTYPE auf XHTML 1.0 Strict setzen, für den IE wird die XML-Angabe umgedreht
config.doctype = xhtml_strict
config.doctypeSwitch = true
config.xhtml_cleaning = all
config.htmlTag_langKey = de

Die erste Anweisung verändert den Doctype auf XHTML 1.0 Strict. Der zweite Befehl ist notwendig, da in der Version 6.0 des Microsoft Internet Explorers ein Bug existiert, der eine dem W3-Konsortium entsprechende Deklaration des XML-Typs der Seite vor dem Doctype fehlinterpretiert und zu gravierenden Darstellungsfehlern führt. Deshalb muss die Reihenfolge speziell für den Internet Explorer umgedreht werden, was durch diese Anweisung erledigt wird. Durch die Funktion „xhtml_cleaning“ wird der erzeugte XHTML-Code von häufigen Fehlern bereinigt. Mit der letzten Zeile wird die Sprachversion der generierten Seiten auf deutsch festgelegt.

Integration in TYPO3

Die hierarchische Baumstruktur wurde im CMS bereits vollständig abgebildet. Die Seiten sind jedoch noch komplett ohne Aussehen oder anderen Inhalt. Um diesen Zustand zu ändern, muss dem System die Designvorlage hinzugefügt und für die Seiten ein Template angelegt sowie zugewiesen werden. Das einheitliche Aussehen kann relativ simpel erreicht werden, indem man dem obersten Wurzeldatensatz (in diesem Beispiel „Startseite“) ein Template zuweist, welches automatisch allen untergeordneten Seiten vererbt wird. Das Hinzufügen der XHTML-Designvorlage inklusive Style Sheet erfolgt durch Upload in den „fileadmin-Ordner“ des CMS. In diesem Ordner können alle Dateien, die für den Internetauftritt benötigt werden, (in Unterordnern) abgelegt werden. Es handelt sich in anderen Worten um den Dateimanager von TYPO3.

Der klassische Weg bei der Seitenerstellung mit TYPO3 wäre, den Quelltext der Designvorlage mit verschiedenen TYPO3-Markern, so genannten „Marks“ und „Subparts“, zu versehen, welche dann aus dem CMS heraus angesprochen und mit Inhalten aus der Datenbank gefüllt werden können. Ein eleganterer und modernerer Lösungsansatz wird allerdings durch den Einsatz der zuvor erwähnten Extension „Template Auto-parser“ verfolgt. Eine spezielle Vorbereitung der Designvorlage ist nicht notwendig, da der Auto-Parser selbstständig die austauschbaren Markierungen („subparts“) zur Laufzeit einfügt. Diese wiederum können angewählt und befüllt werden. Somit ist es möglich, die XHTML-Vorlage ohne auch nur eine Anpassung oder Umstellung zu verwenden.

Für die „Startseite“ wird demzufolge ein neuer Template-Datensatz erstellt. Diese Art von Datensätzen hat verschiedene Bestandteile. Die für diese Betrachtung wichtigsten zwei Felder sind „Constants“ (hier werden häufig verwendete Konstanten definiert) und „Setup“ (beinhaltet die in TypoScript formulierte Beschreibung der kompletten Seitenelementerzeugung) .

Die kommentierte Anführung von TypoScript-Codeausschnitten des Setup-Feldes soll verdeutlichen, wie die Seite von TYPO3 aufgebaut wird. Sollten zusätzlich Konstantendefinitionen benötigt werden, wird dies deutlich sichtbar gemacht. Der gesamte, konfigurierte Template-Datensatz kann im Anhang gefunden werden.

Einrichten des Content Management Systems

Die Installation und Erstkonfiguration von TYPO3 legt den Grundstein für das spätere fehler-freie und reibungslose Arbeiten mit dem System. Mit Hilfe des sogenannten „Installations-Tools“ wird die Verbindung zum Datenbankserver und die Datenbank selbst eingerichtet. Das Befüllen dieser mit der TYPO3-Datenbankstruktur muss erfolgen und die Überprüfung sowie Anpassung von Standardwerten und -variablen (Schreibrechte, E-Mail-Einstellungen, Funktionen der Bildverarbeitung und -kombination etc.) an die eigene Serverumgebung durchgeführt werden.

Anschließend muss das „Backend“, der administrative Hintergrundbereich des CMS, welcher lediglich dem Administrator und den Redakteuren zugänglich ist, für die deutsche Sprache konfiguriert und neue Benutzer mit unterschiedlichen Schreibrechten für die spätere Wartung des Internetauftritts angelegt werden (mit „Frontend“ wird der Bereich von TYPO3 bezeichnet, den der Besucher zu sehen bekommt, also die eigentliche Website). Das Hinzufügen von Benutzern oder ganzen Benutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten kann zu jedem Zeitpunkt auch nachträglich erfolgen, so dass in der Phase der Realisation ausschließlich der Administrator-Account, ausgestattet mit allen verfügbaren Berechtigungen, genutzt wird. Für die zukünftige Pflege werden an die Benutzer andere Zugriffsrechte vergeben und für den internetunerfahrenen Redakteur, welcher lediglich textliche Veränderungen aber keine strukturellen Erweiterungen vornimmt, uninteressante Bereiche ausgeblendet. Außerdem muss die gesamte Installation abgesichert werden, indem die Standardpasswörter für das Installations-Tool und die TYPO3-Instanz selbst entsprechend verändert werden.
TYPO3 bringt in der Standardinstallation bereits eine Vielzahl an Funktionen mit sich. Spezielle Module müssen dennoch als sogenannte „Extension“ oder „Plug-Ins“ nachträglich dem System hinzugefügt werden, was sich über den „Extension Manager“ leicht realisieren lässt. Im aktuellen Fall der nordEnergie-Internetpräsenz müssen u. a. Erweiterungen für den Template Auto-parser („automaketemplate“), welcher bei der Template-Erstellung hilft, und eine Erweiterung zur Implementierung von CSS-Definitionen („css_styled_content“) nachgeladen werden, um alle im Konzept aufgestellten funktionalen Forderungen zu erfüllen.

Die hierarchische Baumstruktur des Internetauftritts aus der Informationsarchitektur wird im Content Management System, wie in der Abbildung in der ersten Ebene zu sehen, eins zu eins übernommen.

Sitestruktur in der ersten Ebene
Sitestruktur in der ersten Ebene

In TYPO3 existieren verschiedene Seitentypen. Drei davon sind in der Grafik dargestellt. Der mit „Template Storage“ bezeichnete Datensatz vom Typ „sysFolder“ (Ordnersymbol direkt unter der Weltkugel an erster Stelle – es handelt sich hierbei um einen Speicherplatz für jedes beliebige Datenbankelement) beinhaltet die sogenannten „Templates“. Dies sind in der TYPO3 eigenen Konfigurationssprache „TypoScript“ verfasste Befehlsfolgen, welche für die Generierung der vollständigen Webseiten zuständig sind (dazu im nächsten Abschnitt mehr) . Die übrigen Oberrubriken vom Seitentyp „Standard“ (symbolisiert durch das Icon einer Seite) mit ihren dazugehörigen Unterseiten, welche sich unter dem jeweiligen Punkt aufbauen, bilden die Sitestruktur ab. Das der Metanavigation vorangestellte Symbol ist ein-gegraut dargestellt und zeigt an, dass diese Seite vom Typ „Nicht im Menü“ ist, da dieser Bereich später bei der Generierung des Menüs (der Hauptnavigation) nicht beachtet wird. Die Erstellung der Metanavigation wird aufgrund des unterschiedlichen Erscheinungsbildes und der anders gearteten Funktion gesondert behandelt.

Realisation

Die Umsetzung des Konzepts samt des erarbeiteten Design- und Layoutentwurfs stellt den finalen Schritt der Diplomarbeit dar. Das Content Management System TYPO3 muss zu diesem Zweck auf dem Server installiert und anschließend den Vorgaben entsprechend konfiguriert werden. Die Realisation des gesamten grafischen Entwurfs erfordert verschiedene, schrittweise abzuarbeitende Phasen bis das Befüllen mit den eigentlichen Inhalten beginnen kann. Das Testen unter verschiedenen Bedingungen (z.B. Darstellung in unterschiedlichen Browsern) hilft letzte Fehler auszumerzen. Als Abschluss dieses praktisch orientierten Kapitels steht das Bekanntmachen des Auftritts im World Wide Web durch Suchmaschinen-Optimierung an.

Einordnung der Arbeit (Stand der Technik)

Internetseiten (private wie auch kommerzielle) erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich einer breiten Masse kostengünstig zu präsentieren, das Image zu verbessern und einen direkten, weltweiten Kundenkontakt herzustellen. Die Qualität und Professionalität der Machwerke bleibt dabei oftmals auf der Strecke, da wichtige konzeptionelle Gesichtspunkte nur teilweise beachtet oder gleich komplett missachtet werden. Die Informationsflut und undurchsichtige Vorstellungen eines Unternehmens werden ohne Struktur in das Web transportiert und ergeben, allein durch die Tatsache im World Wide Web veröffentlich zu sein, absolut keinen Nutzen. Die Erstellung einer Internetpräsenz mit durchdachtem Konzept dahinter, welches höchsten Maßstäben gerecht wird, stellt eine große Herausforderung für den verantwortlichen Webdesigner dar. Informationen müssen geordnet und priorisiert, Ziele und Chancen benannt sowie Zielgruppen und Darstellungsform definiert werden – um stark verkürzt, nur wenige zu beachtende Aspekte zu nennen, die für professionelles Webdesign von Relevanz sind.

Neben dem Punkt der Konzeption, spielt die finale Umsetzung samt Content Management System eine wichtige Rolle. Heutzutage werden immer höhere Ansprüche an den Umfang, die Komplexität und an die Aktualität einer Internetpräsenz gestellt, die nur mit einem CMS zu vollster Zufriedenheit bei gleichzeitig höchster Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit erfüllt werden können . Diese Thematik stellt keine brandneue, aber dennoch sehr aktuelle Entwicklung im Internetzeitalter dar, die in Zukunft stetig weiter wachsen wird. Die Möglichkeit, sich mit einem solchen Projekt auseinander zu setzen, konnte an der Hochschule nicht gegeben werden und soll nun im Rahmen der Diplomarbeit mit einem realen Hintergrund nachgeholt werden.