Tag: usability

Literaturliste zur Diplomarbeit

Böhringer, Joachim / Bühler, Peter / Schlaich, Peter / Ziegler, Hans-Jürgen: Kompendium der Mediengestaltung für Digital- und Printmedien; 2. überarb. und erw. Aufl. 2003, Springer Verlag (X.media.press), Berlin 2003

Khazaeli, Cyrus Dominik / Hg: Moos, Ludwig: Crashkurs Typo und Layout, Originalausgabe, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck 1995

Grotenhoff, Maria / Stylianakis, Anna: Website-Konzeption: Von der Idee zum Storyboard. 1. Nachdruck 2002, Galileo Design Galileo Press GmbH, Bonn 2002

Heller, Eva: Wie Farben wirken, Sonderausgabe Dezember 2004, Ro-wohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck 1999

Lynch, Patrick J./ Horton, Sarah / Hg: Rosdale, Ray M.: Erfolgreiches Web-Design, Humboldt Taschenbuch Verlag Jacobi KG, München 1999

Meyer, Robert: Praxiswissen TYPO3, 1. Auflage 2005, O’Reilly Verlag, Köln 2005

Nielsen, Jakob: Erfolg des Einfachen, Autorisierte Übersetzung der amerikanischen Originalausgabe, Markt+Technik Verlag, München 2000

Neutzling, Ulli / Hg: Moos, Ludwig: Typo und Layout im Web, Originalausgabe, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck 2002

Rada, Holger: Design digitaler Medien, Max Niemeyer Verlag, Tübin-gen 2002

Rosenfeld, Louis; Morville, Peter: Information Architecture for the World Wide Web, First Edition February 1998, O’Reilly & Associates, Sebastopol 1998

Schweizer, Peter: Handbuch der Webgestaltung – Eine konzentrierte Einführung in professionelles Webdesign, 1. Auflage 2003, Galileo De-sign Galileo Press GmbH, Bonn 2003

Stocksmeier, Thorsten: Business-Webdesign – Benutzerfreundlichkeit, Konzeptionierung, Technik, Wartung, Springer-Verlag (X.media.press), Berlin 2002

Stöckl, Andreas / Bongers, Frank: Einstieg in TYPO3, 1. Auflage 2005, Galileo Computing Galileo Press GmbH, Bonn 2005

Thissen, Frank: Kompendium des Screen-Design, 3. Auflage 2003, Springer-Verlag (X.media.press), Berlin 2003

Zusammenspiel aller Teilaspekte

Die verkleinerte Abbildung des Grundlayouts verdeutlicht alle Punkte des Gesamtkonzepts. Aufgrund der begrenzten Darstellungsmöglichkeiten in diesem Seitenformat, kann das Layout nicht in seiner ursprünglichen Breite angezeigt werden. Die Größe wurde auf das gegebene Format angepasst, wodurch besonders typografische Probleme auftreten. Deswegen stellt sich die Schriftgestaltung abweichend vom diskutierten Konzept dar und kann lediglich für die oberflächliche Betrachtung herangezogen werden.

Verkleinertes Layout
Verkleinertes Layout

Die sich auf weißem Grund aufbauende Seite erscheint abgesetzt auf mittelgrauem Hinter-grund und wird durch diese Farbgebung unaufdringlich aber bestimmt in den Vordergrund gesetzt. Die Struktur des Layouts erschließt sich dem Besucher schnell und intuitiv durch das gewählte Gestaltungsraster, die klare Gliederung der Elemente, die saubere Linienführung sowie den Einsatz von harmonischen Farbflächen. Die wichtigen Elementen können schnell im Seitenaufbau lokalisiert werden. Die Seite wirkt nicht überladen, sondern versprüht durch die ruhige und durchdachte Darstellung der unterschiedlichen Objekte Ordnung, Eleganz und Professionalität. Die aufgeräumte Anmutung konzentriert die Beachtung des Besuchers auf die herausstechenden, zu priorisierenden Momente des Internetauftritts. Die Navigation kommt durch ihre Platzierung und farbliche Akzentuierung optimal zur Geltung und wird umgehend als Interaktionsmöglichkeit wahrgenommen. Das schlichte und bewusst einfach gehaltene Design dieses Elements betont die Funktionalität ohne zu simpel zu wirken. Dieser Grundsatz lässt sich generell auf die gesamte Gestaltung übertragen. Weiterhin wird das Navigationskonzept unterstützt durch die Button-ähnliche Darstellung der einzelnen Aktionsflächen. Die Nebennavigation befindet sich an einer für dieses Element üblichen Stelle und kann dementsprechend leicht als Solches identifiziert werden. Dem Betrachter werden mit der Pfadanzeige, der in den Unterseiten veränderten Navigation und den Bezügen im inhaltlichen Bereich der Seite umfangreiche Orientierungshilfen geboten.
Die Ausgewogenheit der Kontrastverhältnisse ist vollkommen und stimmig, so dass das menschliche Auge keiner unangenehmen Belastung ausgesetzt wird.

Das Signet links oben im Kopfbereich leitet in die Seite ein und bieten einen gelungenen Übergang zu den weiteren farblich abgestimmten Einheiten der Seite. Zwei geschickt angebrachte Unternehmensslogans kommunizieren die Firmenphilosophie. Der Platzhalter der Bildwelt nimmt ein zum Inhalt optisch passendes Stimmungsbild auf. Im Contentbereich wird im oberen Bereich die aktuelle Position in der Seitenhierarchie abgebildet. Darunter erstreckt sich der Inhalt. Im Seitenfuß wird ein optischer Abschluss der Gesamtheit gefunden. Ein insgesamt überzeugendes, homogenes, modernes, funktionales und seriöses Erscheinungsbild wird geprägt.

Die pixelgenauen Dimensionen des Aufbaus sind durchdacht gewählt. So belegt das Gesamtlayout inklusive Schlagschatten in der Breite 760 Pixel und ist dadurch ab einer Bildschirmauflösung von 800 x 600 Pixel darstellbar. Die Höhe ist je nach Menge der Seiten-inhalte variabel und passt sich dementsprechend an. Scrollen, also die Möglichkeit den Bild-schirminhalt bzw. einen Teil davon mit Hilfe der Maus zu verschieben , ist in manchen Fällen in der Vertikalen notwendig, horizontal jedoch nie. Für die Betrachtung der Website ist 1024 x 768 Pixel die optimale Auflösung (höhere Modi sind selbstverständlich ebenso geeignet). Der Seiteninhalt wird unabhängig von der eingestellten Monitorauflösung ständig zentriert in der Browser-Software dargestellt.

Abzüglich aller Randbereich bleibt für den reinen Inhalt eine Fläche von 700 Pixel in der hori-zontalen Ausrichtung. 170 Pixel davon sind für die Navigation vorgesehen, die übrigen 530 Pixel stehen der Bildwelt bzw. dem Content darunter zur Verfügung.

Weitere Navigationsmöglichkeiten

Neben den eben diskutierten Navigationsformen wird dem Nutzer eine zusätzliche Orientierungshilfe angeboten: eine Pfadanzeige im oberen Bereich des Contents.

Pfadanzeige im Contentbereich
Pfadanzeige im Contentbereich

Als weitere Möglichkeit zur Orientierung neben der ständigen Zustandsanzeige in der Hauptnavigation kann der Betrachter diese Abbildung der hierarchischen Position, ange-fangen von der obersten Ebene des Seitenbaums, nutzen. Es ist keine bloße Anzeige, sondern die einzelnen Seitentitel sind interaktiv verwendbar. Ein Klick auf die entsprechende Bezeichnung führt zu der damit verknüpften Seite. Die Funktionalität wird durch einen einleitenden Kurztext beschrieben. Gesetzt wird der Text in elf Pixel und in dunkelgrau, die Hyperlinks erhalten die für den Auftritt festgelegte Farbe der Interaktivität Dunkelblau und werden bei dem Überfahren mit dem Mauszeiger unterstrichen dargestellt. Unter der Pfadanzeige trennt eine horizontale feine graue Linie das Element von dem darzustellenden Inhalt ab.

Metanavigation

Für die horizontal ausgerichtete Metanavigation mit vier Elementen sind zwei Positionen im Layout vorgesehen. Einerseits befinden sich diese Basisfunktionen für den Betrachter schnell erfassbar im Seitenkopf und in der Wiederholung im Seitenfuß.

Metanavigation im Seitenkopf
Metanavigation im Seitenkopf

Rechts oben im Header jeder Seite sind die vier Funktionen der Metanavigation gut erreich-bar angebracht. Bei der Darstellung wurde eine sehr reduzierte Visualisierung gewählt, die sich auf das Wesentliche beschränkt und die Funktion an sich in den Vordergrund stellt. In einer Zeile erscheinen die Punkte nebeneinander mit luftigen Raum dazwischen von einer vertikalen Linie, dem Pipe-Symbol („|“), getrennt. Der Schriftgrad beträgt elf Pixel, farblich wird in dunkelgrau gearbeitet. Dadurch ist der Kontrast zwischen dem weiß leuchtendem Hintergrund und der Schriftfarbe angenehm abgemildert. Bei dem Überfahren des Bereiches mit dem Mauszeiger wechselt die Schriftfarbe zu Dunkelblau.

Metanavigation im Seitenfuß
Metanavigation im Seitenfuß

Die Wiederholung im Footer der Seite ist von der Darstellung her prinzipiell gleich. Der einzi-ge Unterschied besteht in den Abstände zwischen den Punkten: diese sind geringer und dadurch rückt der Bereich enger zusammen.

Hauptnavigation

Am linken Rand neben dem Platzhalter für die Bildwelt erscheint die Hauptnavigation, dar-gestellt in der nächsten Abbildung.

Hauptnavigation im Ausgangszustand
Hauptnavigation im Ausgangszustand

Insgesamt fünf, logisch untereinander angeordnete Navigationselemente befinden sich in der ersten Ebene der Hauptnavigation, die mit kurzen, prägnanten Titeln versehen sind. Die Höhe beträgt 25 Pixel und die Breite ist mit 170 Pixel auch auf längere Bezeichnungen ausgelegt. Getrennt werden sie jeweils von einer feinen horizontalen Linie (ein Pixel hoch) am unteren Rand des Objekts. Die in der Fläche um zehn Pixel nach rechts versetzte Beschriftung wird in zwölf Pixel gesetzt und von der horizontalen Ausrichtung her zentriert. Oben und unten befinden sich jeweils acht Pixel Abstand. Eine Unterstreichung des Verweistextes zur Verdeutlichung des Hyperlinkcharakters wird nicht vorgenommen, da das Element bereits in seinem jetzigen Zustand als Mittel zur Interaktion wahrgenommen wird und eine weitere Hervorhebung überflüssig macht.

Im Ausgangszustand der Navigation (kein Punkt angewählt), schließt das Interaktionselement mit der Bildwelt bündig ab. Die Farbe Dunkelblau ist in dem kompletten Konzept in seiner Funktionalität mit Interaktion belegt. Dunkelblaue Objekte werden immer wiederkehrend und konsistent eine Aktion auslösen.

Der weitere Aufbau des Hauptnavigation wird in dem folgenden Screen deutlich.

Hauptnavigation bis zur dritten Ebene
Hauptnavigation bis zur dritten Ebene

Das Auswählen eines Bereiches aus der ersten Navigationsebene bezweckt die Auflistung der ihm zugeordneten Seiten unterhalb des aktuellen Punktes. Die vorherig unmittelbar darunter platzierten übrigen Hauptpunkte verschieben sich passend nach unten. Das Listing erscheint um zehn Pixel in der zweiten Ebene und nochmals weitere zehn Pixel in der Dritten eingerückt auf mittelblauen Grund und ist der Oberrubrik optisch einfach zuzuordnen. Der Schriftgrad liegt bei elf Pixel und bei aktiver Auswahl wird der fette Schriftschnitt benutzt, um die momentan gewählte Seite in der Navigation anzuzeigen. Dadurch ist eine bessere Orientierung gegeben und der Besucher ist sich über seine aktuelle Position innerhalb der Seitenhierarchie ständig bewusst. Die Abstände zwischen den einzelnen Navigationspunkten sind ausreichend dimensioniert, so dass das Erfassen der verschiedenen Teilbereiche problemlos möglich ist. Anklickbar ist nicht nur der textuelle Bereich, sondern eine mit den Abmessungen 170 Pixel in der Breite und 25 Pixel in der Höhe deutlich größere Zone. Eine gewisse Toleranz bei dem Auswählen wurde also einkalkuliert, was das System robuster macht und keine unnötig hohe Präzision fordert. Außerdem ist klar strukturiert, welche Wahlmöglichkeiten der User von dem Navigationssystem angeboten bekommt.

Diese Art des kaskadierenden Aufbaus wird für die gesamte Navigation konsistent eingehalten. Sie ist leicht verständlich und bietet dem Website-Besucher eine schnelle Orientierung. Die visuelle Umsetzung der Struktur wirkt aufgeräumt, klar und benutzerfreundlich. Es wird auf webübliche Prinzipien zurückgegriffen, die dem User aus seiner Interneterfahrung bereits vertraut sind und in einer hohen Akzeptanz resultieren.

Navigation/Interaktionskonzept

Die Struktur der Navigation wurde im vorherigen Kapitel während der Entwicklung der In-formationsarchitektur definiert und mit einer Sitemap abgebildet. Die Festlegung der genauen Position dieses wichtigsten Interaktionselements im Gesamtlayout ist unter Berücksichtigung der getroffenen Entscheidungen zum Aufbau ebenfalls vorgenommen worden. In diesem Teil erfolgt nun die praktische Umsetzung der aufgestellten Kriterien und die Entwicklung des benutzerfreundlichen, grafischen Navigationskonzeptes.

Drei grundlegende Anforderungen müssen in dem Interaktionskonzept beachtet werden:

  • Auf jede Aktion des Nutzers muss eine Reaktion des Systems folgen
  • Die Reaktion des Systems erfordert Konsistenz, so dass sämtlich anklickbare Elemente auf immer dieselbe Weise reagieren
  • Die Darstellung von interaktiven und statischen Elementen muss wiederkehrend und konsistent sein und darf nicht vermischt werden

Außerdem müssen die drei wesentlichen Fragen der Orientierung optisch unterstützt werden: Wo bin ich? Wo bin ich gewesen? Wohin kann ich gehen?

Bei der Gestaltung von Dialog- bzw. Navigationselementen sollten nach ISO 9241-10 folgende weitere Merkmale beachtet werden. Der Dialog hat der Aufgabe angemessen zu sein, d.h. er soll den Benutzer bei der Erledigung der Aufgabe optimal unterstützen (Aufgabenangemessenheit). Die Schritte und Ebenen des Navigationselements sollten klar und verständlich sein (Selbstbeschreibungsfähigkeit) und der Nutzer soll die Ablaufgeschwindigkeit des Systems selbst bestimmen können – nicht das System (Steuerbarkeit). Konsistenz der Navigation steht an oberster Stelle (Erwartungskonformität) und eine gewisse Fehlertoleranz und Robustheit ist einzuplanen, so dass das System bei Fehleingaben keine unkontrollierten Reaktionen zeigt.

Wie sich leicht erkennen lässt, erfordert der Entwurf der visuellen Navigation also eine durchdachte, strukturierte und konsequente Herangehensweise, um dieses bedeutende Element benutzerfreundlich, übersichtlich und intuitiv erlernbar zu gestalten.

Weitere Navigationsmöglichkeiten

Kontextabhängige Möglichkeiten über den Internetauftritt zu navigieren, stellen bei der Konzeption der Bedienungsführung einen zusätzlichen Aufwand dar, können jedoch enorm zu der Benutzerfreundlichkeit einer Präsenz beitragen und werden entsprechend von dem Besucher bspw. durch häufige Seitenaufrufe honoriert. Diese Elemente befinden sich außerhalb des normalen Navgationsbaumes und haben unterstützende Funktionen, die den Umgang mit der Website vereinfachen.

Für die neue nordEnergie-Internetseite ist der Einsatz einer Pfadanzeige zur optimalen Orientierung angedacht. Diese Information wird im dem Kopfbereich einer jeden Inhaltsseite mitgeführt und verdeutlicht durch die Auflistung der aktuellen hierarchischen Position, wo sich der Besucher innerhalb der Seite genau befindet (ähnlich dem Windows-Explorer, um ein greifbares Beispiel anzuführen). Somit ist außerdem leicht abzulesen, welcher Rubrik die aktuell gewählte Seite untergeordnet ist, falls der User diese Information nicht bereits über die Hauptnavigation erschließen können sollte. Da der Pfad zusätzlich anklickbar ist, also neben der Informationsfunktion ebenfalls eine Navigationsfunktion bietet, kann zwischen den Seiten über diesen Weg zusätzlich gewechselt und eine vor-herige Seite bzw. Sektion wieder aufgerufen werden.

Als optionale Möglichkeit einen Zugang zu den Inhalten bereitzustellen, ist der Einsatz einer Suchfunktion angedacht. Der Besucher kann über selbst gewählte Suchbegriffe vollkommen unabhängig von den standardmäßig angebotenen Navigationsformen die gesamte Website nach seinen Vorstellungen durchsuchen. TYPO3 bietet ein Standardmodul für die Integration einer Suche an, jedoch müssen die Leistungsfähigkeit und Anpassungsmöglichkeit vorerst getestet werden, bevor an einen produktiven Einsatz gedacht werden kann. Aus diesem Grund ist die Suchfunktion jederzeit deaktivierbar und von der Internetpräsenz auszublenden. Der nötige Platz ist einzuplanen, doch sollte das Modul den Erwartungen nicht entsprechen und abgeschaltet werden müssen, so darf der entstandene Freiraum im Seitenaufbau nicht leer und fehlkonzipiert wirken.

Weiterhin sind Hyperlinks, die im Fließtext auftauchen, farblich von der sonst üblichen Textfarbe abzuheben, um dem Besucher zu signalisieren, dass hier hinter weitere Inhalte stehen. Über die webübliche Darstellung, Links zu unterstreichen, sollte nachgedacht werden.

Metanavigation

Für die Punkte „Startseite“, „Kontakt“, „Impressum“ und „Sitemap“ ist in der Metanavigation ein Platz vorgesehen. Die Funktionalitäten stellen ein Basisgerüst an Standards dar, welche von jedem Zustand der Website erreichbar sein und von einem seriösen sowie qualitativ hochwertige Internetauftritt geboten werden sollten – selbstverständlich auch von der Präsenz der nordEnergie.

Es ergeben sich grundsätzlich bei vielen Kriterien dieselben konzeptionellen Anforderungen für Konsistenz, Sichtbarkeit, leichte Erlernbarkeit etc., die zuvor für die Hauptnavigation diskutiert wurden. Abweichend davon, ist dennoch zu beachten, dass die Metanavigation lediglich eine einzige Ebene umfasst und keine weiteren Inhalte den Punkten untergeordnet werden. Demnach ist kein weiterer Raum für die Positionierung des „Basisgerüsts“ einzuplanen, außer der durch die vier Elemente selbst beanspruchte Platz. Lediglich die oberste Ebene ist bei den Überlegungen zur Anordnung zu berücksichtigen. Oftmals ist die Metanavigation am oberen Rand des Layout zu finden und wiederholt sich in verkleinerter Größe am unteren Seitenende nochmals.

Von einer Erweiterung der Metanavigation um zusätzliche Basisfunktionalitäten ist nicht auszugehen, da das Einpflegen von neuen Tätigkeitsfeldern der nordEnergie den Bereich der Metanavigation nicht tangiert. Selbst die Sitemap wird durch das eingesetzte Content Management System TYPO3 vollkommen automatisiert bei wachsender Seitenanzahl dynamisch passend ergänzt. Ein Zutun des Redakteurs ist in diesem Anwendungsfall nicht erforderlich und erspart somit die manuelle Pflege der Übersichtskarte.

Es bietet sich aufgrund der inhaltlichen, fast statischen Beschaffenheit dieser Standardangebote an, die Navigation schlicht, simpel und eher nüchtern auf rein textlicher Basis anzulegen. Da die Punkte weitestgehend dank der intuitiven Benennung selbsterklärend sind, kann auf grafische Spielerein verzichtet werden. Kleine Piktogramme, die das Ziel des jeweiligen Punktes visuell skizzieren, könnten dennoch eingesetzt werden, um das Erscheinungsbild aufzulockern und neben dem bereitgestellten Textlink einen weiteren inhaltlichen Anhaltspunkt zu geben. Die Verwendung von visuellen Rollover-Effekten wird aus Gründen der Einheitlichkeit wie in der Hauptnavigation beibehalten.

Hauptnavigation

Die Kerninhalte des Webauftritts werden, angelehnt an im World Wide Web übliche Bedienungskonzepte, in der Hauptnavigation positioniert. So wird der Zugang zum Content schnell und einfach ermöglicht . Diese Vorgehensweise ist unlängst eingeführt und erleich-tert somit dem Erstebesucher das Verständnis der Bedienung der neu konzipierten Internetpräsenz.

Der Hauptnavigation zuzuordnen sind die Bereiche „Unternehmen“, „Leistungen“ , „Referenzen“, „Wissen“ und „Service“. Die Navigation erstreckt sich, wie im Abschnitt „Präzisierung der Inhalte“ und „Sitemap“ dargestellt, maximal bis zu drei Ebenen tief, ausgegangen von der obersten Schicht. Die Navigation ist somit weder zu flach oder oberflächlich gehal-ten, noch zu verschachtelt, zu komplex und zu unübersichtlich für den Besucher. Diese Aus-gewogenheit verbessert den intuitiven Charakter der angebotenen Nutzerführung. Die aus-sagekräftige und simpel zuzuordnende Betitelung der Rubriken unterstützt das allgemeine Verständnis der Navigationsstrukturen zusätzlich.

Die Form und Position der Hauptsteuerungselemente ist von großer Relevanz. Diese muss in einem gewissen Rahmen auffällig (aber nicht übertrieben) gewählt sein, um schnell als solche identifiziert zu werden.
In den westlichen Kulturkreisen haben sich durch die hier verbreitete Leserichtung Anordnungen am linken oder oberen Bildrand im Layout etabliert . Bestätigt wird diese Positionierung durch sehr häufige Anwendung auf Internetseiten verschiedenster Natur. Außerdem kann durch diese Platzwahl auch in den unterschiedlichsten Browser-Anwendungen mit variierenden Bildschirmauflösungen garantiert werden, dass die Navigation sich ständig im Blickfeld des Betrachters befindet. In diesem Bereich wird demzufolge auch die Navigation für den Auftritt der nordEnergie klar und deutlich sichtbar zu finden sein. Gewährleistet werden dadurch außerdem die einfache Bedienung und schnelle Erlernbarkeit des Bedienkonzepts. Die den Rubriken untergeordneten Menüpunkte werden kaskadierend dargestellt. Durch das Selektieren einer Rubrik erscheinen anschließend die zugehörigen Unterpunkte der zweiten Ebene, welche zur besseren Veranschaulichung der Zusammengehörigkeit, bspw. eingerückt, gesetzt sind. Sollten in der dritten Ebene weitere Inhalte vorhanden sein, müssen diese Seiten in ähnlicher Form dazugruppiert werden.

Die Zukunftsorientierung greift in besonderem Maße an diesem Punkt der Raum- und Platzverhältnisse, da für später einzupflegende Bereiche in der Navigation, natürlich ausreichend Freiraum zu berücksichtigen ist. Der Skalierbarkeit ist unbedingt Rechenschaft zu tragen, um bei dem erwarteten Zuwachs an Geschäftsfeldern ein komplettes Redesign der Website zu vermeiden. Nur so kann die Internetpräsenz problemlos und übersichtlich um Kerninhalte ergänzt werden.

Um eine Konsistenz der Navigation zu erreichen, wird sich diese sinnvollerweise immer an derselben Stelle auf jeder einzelnen Internetseite der Präsenz befinden . Der Benutzer vermutet diese webübliche „Tatsache“ und soll durch andersartige, vom Standard abweichende Anordnungen oder Sprünge innerhalb der Navigation, nicht verunsichert werden. Eine einfache farbliche Abhebung der Bedienungselemente hilft dem Anwender, diese schnell und intuitiv von den Inhalten zu unterscheiden und als Steuerungsmöglichkeit auszumachen.

Zu der besseren Orientierung wird das bereits angesprochene Farbschema ebenfalls beitra-gen. Simple, aber sehr effektive Mouse-Over-Effekte, die bei dem Überfahren der betreffenden Navigationsfläche eine Farbveränderung hervorrufen, können den interaktiven Charakter verstärken und die Navigationsmöglichkeit verdeutlichen. Diese Möglichkeit sollte bei der grafischen Ausarbeitung eingehend geprüft werden.

Ist eine Rubrik der Hauptnavigation ausgewählt, kann dieser Zustand durch eine Markierung hervorgehoben werden, um den aktuellen Standort des Users anzuzeigen. Der dauerhaften, klaren Orientierung des Nutzers wird somit ein weiteres Stück näher gekommen. Die Unterstreichung eines textuellen Hyperlinks im Internet hat sich standardmäßig durchgesetzt und sollte in jedem Falle entweder als Standardzustand oder „Rollover“ mit in Erwägung gezogen wäre. Sollte aus design- oder typografiespezifischen Gründen auf diese Art der Verdeutlichung innerhalb der Navigation verzichtet werden, ist über eine anderweitige Markierung zur Hervorhebung des Verknüpfungscharakters nachzudenken. Vorstellbar hierbei ist z.B. eine Voranstellung eines Pfeilsymbols oder ähnliches, um den Link vom Übrigen abzuheben. Buttonähnliche Schaltflächen, die in rechteckiger Form den Verknüpfungstext in die Mitte stellen, sind aus vielfältigen Applikationsbereichen, die weit über das Internet hinausreichen (z.B. Software wie ein Betriebssystem), dem Benutzer bekannt und von ihm angenommen, so dass sich diese Form der Darstellung ebenfalls anbieten könnte.

Diese soeben aufgestellten Anforderungen und Kriterien an die bedeutsame Haupt-navigation müssen im später nachfolgenden Design- und Layoutkonzept konsequent und logisch in die Praxis überführt werden.

Navigation

Wie für jedes multimediale Produkt muss ebenso einer Internetpräsenz eine einfach zu bedienende, intuitiv erlernbare Navigation zugrunde liegen. Denn für den Erfolg oder Misserfolg der Website kann, neben dem optischen Erscheinungsbild (Screen-Design), eine durchdachte, anwenderfreundliche Nutzerführung, die in einer sinnvoll konzipierten Navigationsstruktur begründet ist, entscheidend sein. Des Weiteren sind für die Akzeptanz eines Webauftritts die Emotionen und Eindrücke des Anwenders bei dem Besuch der Seiten und der Bewegung über diese ausschlaggebend. Durch eine gut strukturierte Navigation können die Empfindungen maßgeblich zum Positiven beeinflusst werden.

Wichtige Kriterien einer gute Navigation sind:

  • Einfache Bedienung
  • Schnelle Erlernbarkeit
  • Konsistenz
  • Sichtbarkeit
  • Klarheit
  • Orientierung

Bei den Überlegungen zum Bedienkonzept dürfen diese sechs Vorgaben keinesfalls außer Acht gelassen werden, um das gesteckte Ziel, eine benutzerfreundliche und logische Navigation zu entwerfen, zu erreichen. Kann sich der User schnell in die Strukturen, der für ihn noch unbekannten Website hineindenken, und den Aufbau gedanklich erfassen, wurde gute Entwicklungsarbeit geleistet.

Die abzubildenen Funktionalitäten wurden bereits bei der Präzisierung und verbalen Be-schreibung inhaltlich in zwei Bereiche getrennt. In der Navigation spiegelt sich diese Unterteilung einerseits in der Mainnavigation mit Hauptfunktionalitäten, andererseits in der Metanavigation mit Standardinformationen wieder. Zusätzliche Navigationsmöglichkeiten, die dem Anwender die Orientierung auf der Seite und die Steuerung der Seite selbst erleichtern, runden das Navigationskonzept schließlich ab.